Immer wieder freitags

Freitag ist immer der schlimmste Tag zum Zugfahren. Zu den normalen Pendlern kommen die Wochenendpendler und diejenigen, die schon freitags verreisen oder zurückkommen.

An Freitagen bekommt man seltener einen freien Sitzplatz im Zug, selbst die Züge am frühen Nachmittag sind ziemlich voll. Zu allem Überfluss, und weil freitags eben viele Menschen reisen, kommt es häufig zu Verspätungen.

Wenn es denn nur reisebedingte Verspätungen wären; im ICE letzten Freitag nach Hause saßen wir erstmal 31 Minuten fest bis die Türen wieder ordnungsgemäß schlossen. „Meine Damen und Herren, wir haben gerade eine Türstörung. Ich bitte noch um etwas Geduld.“

Vorangegangen war schon die unheilverkündende Durchsage: „Achtung Zugbegleiter, bitte Einstiegstüren prüfen“. Und: „Achtung Zugbegleiter, erneutes Abfertigungsverfahren.“

Immerhin konnten wir unsere Fahrtfortsetzen:  „Wir konnten die Störung zum Glück beheben.“ – ein Glück. Dann mussten wir nur noch auf ein wohlwollendes Grün warten, bis wir den Bahnhof verlassen konnten.

So schön aus dem Takt fährt es sich leider auch nicht gut; 55 Minuten Verspätung zwei Bahnhöfe weiter war das Endergebnis diesen Freitag. – Es hätte schlimmer kommen können, immerhin hatten fast alle im Wagon einen Sitzplatz.