Gran Canaria

Ende Februar ging es für ein paar Tage nach Gran Canaria. Dort ist es um diese Jahreszeit tatsächlich angenehm warm im Süden, auch wenn noch ein recht kräftiger Wind weht. Kein Wunder, liegen die Kanarischen Inseln doch auf Höhe der Sahara und damit etwa 30° nördlicher Breite.

Taurito

In unserer Urlaubsecke Taurito, welche im Südwwesten liegt, gibt es außer ein paar Hotels, Bars und einem kleinen Strand leider nicht viel. Durch die enge Schlucht ist man recht abgeschnitten von Außenwelt. Auch am Strand kommt man durch die steilen Klippen nicht weit. Immerhin gibt es eine gute Busverbindung zu den nächsten Dörfern Puerto de Mogán oder Puerto Rico und weiter nach Maspalomas und Playa del Inglés; das sind die touristischeren Gegenden in Gran Canaria.

Maspalomas

Eine Wanderung in den Dünen in Maspalomas zwischen Playa del Inglés und Faro de Maspalomas, dem Leuchtturm dort, lohnt sich auf alle Fälle – Sonnencreme nicht vergessen!

Um die Insel zu erkunden, ist ein Mietwagen zu empfehlen. Die kleine Variante ist dabei völlig ausreichend für die abseits der Autobahn sehr schmalen Straßen im Landesinneren. Zwei Fahrstreifen gibt es hier nur im Ausnahmefall. Meistens sind sie gerade so breit, dass zwei Autos aneinander vorbeipassen. Das hindert die meisten Fahrer nicht, sich trotzdem ziemlich zügig fortzubewegen.

Ein Ausflug ins Landesinnere und den Westen

Im Landesinneren nördlich von Maspalomas kann man am „kleinen Grand Canyon“ vorbeifahren. Hier hat man eine tolle Aussicht über steile Kliffs bis hin zum Meer.

Ayacata

Weiter im Landesinneren kann man nette Dörfer an den Straßen finden. Besonders Ayacate liegt schön zwischen vielen Mandelsträuchern und -Bäumen. Leider war die Mandelblüte gerade vorbei – und in diesem Jahr leider besonders früh.

Von dort oder einem der Parkplätze weiter oben kann man auf und um den Roque Nublo laufen. Dieser Berg ist besonders durch seine zwei große Felsen auffallend, wovon der eine wie eine Sprungschanze zum großen Fels wirkt. Meistens ist oben auf dem Plateau recht viel los; eine kurze Wanderung um den Berg lässt einen nochmals in die schöne Natur eintauchen. Im Februar waren aber die Winde richtig stark, so dass sich oben ein warem Pulli und Mütze lohnen. Gegenüber kann man den Pico de Nieves sehen, welcher im Winter wohl tatsächlich an manchen Tagen schneebedeckt ist.

Tejeda

Von Ayacata fährt man weiter nach Tejeda, einem Dorf mit schöner Kirche, toller Aussicht und kleinen Gassen und Geschäften.

Artenara

In Artenara kann die Casas Cuevas besichtigen, zumindest in einem Museum (Eintritt frei, Spende Willkommen, Stand: Februar 2015). Viele Häuser sind hier an den Berg gebaut und haben direkt im Anschluss kleine Höhlen im Berg, die von früheren Bewohnern der Inseln gemacht wurden. Eine gleichbleibende Temperatur das ganze Jahr über lohnt die moderne Integration. Im Museum kann man frühere Einrichtungen und die Lebensweise bewundern.

Agaete

Eine Weiterfahrt Richtung Agaete lohnt nur bedingt, da die Straßen sehr kurvig und eng sind. Agaete selbst sieht eher nach griechischer Bauart aus. Von Agaete geht der Schnellkatamaran nach Teneriffa, die man von dort aus mit dem gewaltigen Teide sehen kann.

Wer an der Küste im Westen entlangfährt, sollte keinen schwachen Magen mitbringen. Die Straßen sind sehr kurvig. Von der Straße hoch oben über dem Meer gibt es dafür teils einen entschädigenden tollen Ausblick auf steile Klippen und den Sonnenuntergang neben Teneriffa.

La Aldea

In La Aldea ist man touristisch ganz auf Abwegen, hier befinden sich hauptsächlich sichtbar große abgedeckte Plantagen. Immerhin führt von hier eine zweispurige Straße in den Süden zur Autobahn bei Mogan.

Die unterschiedlichen Klimazonen kann man an einem Tag erleben, von Sonnenschein und Wärme im Süden, über die windige Bergregion, an der sich die Wolken stauen in den feuchteren und kälteren Norden und Westen mit Regen und Nebel Richtung Agaete und durchbrochene Wolken zwischen den einzelnen Inseln über dem Meer.

Gran Canaria – eine abwechslungsreiche Insel.